Schon seit Kindheit verbindet uns eine tiefe Tierliebe, die  über Generationen hinweg  zu Pferden, Hunden und Katzen entstanden ist. Als Kind verbrachte ich (Anja) die meiste Zeit auf einem Reiterhof und kümmerte mich um den von allen gefürchteten Kettenhund. Er vertraute mir und ich ihm und so konnte ich als junges Mädchen, ganz alleine mit ihm freilaufend spazieren gehen, später sogar frei  am Pferd.

Als ich endlich meinen ersten eigenen Hund haben konnte, erfüllte sich ein Lebenstraum. Pebbles, ein  Rottweiler/Dobermann /Schweizer Sennen-Mischling († 04.02.2013, im Alter von 15 Jahren).  Welche Aufgabe diese Granatenmischung  für mich werden sollte, erahnte ich damals noch nicht. Ein Jahr später kam Kira hinzu, ein Pittbull/Rottweiler- Mischling, eine weitere Herausforderung, da Kira angstaggressiv war. Nach 2 Jahren höchster Anforderungen und unter Anleitung meines Hundetrainers, Thomas Kern, haben wir es geschafft, das kleine Rudel zu führen, haben das Vertrauen der Hunde erhalten und eine tiefe Bindung geschaffen. Von da an war es eine wundervolle Zeit und die beiden Hunde waren Paradebeispiele für Souveränität und soziale Bindeglieder.

Nach und nach kamen durch den Tierschutz immer weitere Hunde zu uns, die nicht sozial verträglich waren, bissen oder einfach auf Grund fehlender Erziehung nicht vermittelbar waren. Dank meines Hundetrainers, Thomas Kern, war es möglich, die Hunde wieder ins Vertrauen zu bringen, sozial zu integrieren und somit wieder zu vermitteln. Dabei waren die Hauptrassen Pittbull, Stafford, Bordeauxdogge, Rottweiler und Co. Alle bekamen ein wundervolles Zuhause, nur eine Staffordhündin musste eingeschläfert werden, weil sie Menschen plötzlich  angegriffen und schwer verletzt hat. Das Risiko war zu groß, Jeany wäre nicht vermittelbar gewesen und nachdem sie meinen Schwager auch noch angegriffen hatte, fiel die Entscheidung. Es war nicht die Schuld des Hundes, sie war eine aus Menschen geprägte Killermaschine. Bis heute habe ich ihren Verlust nicht richtig verschmerzt.

Über die Zeit zog ich auch immer wieder ein paar ausgesetzte Babykätzchen mit der Flasche auf und die Erziehung der Kleinen und das Säubern übernahm mit großer Sorgfalt die Pittbullhündin Kira. Sie wollte früher Katzen lieber fressen, als sie pflegen. Ein wundervolles Beispiel, wie man einen Hund wieder resozialisieren kann. Kira  wurde eine großartige Wegbegleiterin und ich bin dankbar dafür, wie viel ich durch sie lernen durfte. Kira war fast 11 Jahre alt, als sie plötzlich innere Blutungen bekam. Diagnose: Milzriss. Mit den Gedanken, sie nach der OP wieder mit nach Hause zu nehmen, verabschiedete ich sie mit einem Kuss in die Narkose. Nach 10 Minuten rief mich der Tierarzt in den OP und erklärte mir, dass wir sie nicht mehr aufwachen lassen können, da sie total verkrebst ist. Es war ein tiefer Schock, den wundervollen Hund so plötzlich zu verlieren.

Nach reiflicher Überlegung sollte unser nächster Hund nun endlich ein Ridgeback sein. Nach dem ich einige Züchter besucht hatte und die riesigen Unterschiede der Aufzuchtsbedingungen mitbekam, war es klar, dass es nur ein Hund mit VDH-Papieren sein kann. So erfuhr ich erst, welche Bedeutung VDH-Papiere für einen Hund haben. Der Verband und somit auch der angegliederte DZRR  legt so hohen Wert auf die Haltebedingungen und die Aufzucht, dass dies für die Tiere ein großartiger Schutz und somit auch ein Teil des Tierschutzes ist. Die Elterntiere müssen eine Zuchtzulassungsprüfung machen, zu der nur gesunde und wesensfeste Tiere zugelassen werden.  So fand ich dann  Akima (Freya von der Burg Litermont)  bei Frau Leidinger.  Akima fasziniert uns  täglich durch ihr ausgeglichenes, sanftes Wesen und ihre majestätische Schönheit. Letztlich war es ihr Wesen, was uns dazu bewegte, einen eigenen Wurf mit ihr zu haben. Womit wir allerdings nicht gerechnet haben war, dass es 15 Babies werden sollten. Die Aufzucht unserer kleinen Bande, war das schönste Geschenk der Gefühle…….